31.05.2018

Vortrag nach einer Reise durch Jordanien

 

Flüchtlingen auf der Spur

„Sechs Tage Jordanien haben meine Sicht verändert.“ Das sagt Christian Kühne, der in der Wohngruppe Timon unter dem Dach der Diakoniewerk Gotha gGmbH seit 2016 unbegleitete junge Flüchtlinge betreut. In einem Vortrag wird er am Donnerstag, den 31. Mai 2018, um 18:00 Uhr, in Gotha, Bergallee 6, über seine Begegnungen berichten.
Besonders beeindruckt hat den 37-Jährigen aus Großengottern in Jordanien der Umgang mit Flüchtlingen. Jordanien ist ein Transitland. Dort werden die Flüchtlinge registriert und in die verschiedenen Aufnahmeländer weiter verteilt. Nur 33 Prozent der Menschen, die in Jordanien leben, sind auch tatsächlich Jordanier. 66 Prozent sind Flüchtlinge aus arabischen und afrikanischen Ländern. „Die Jordanier gehen unbeschreiblich offen, freundlich und hilfsbereit mit den Flüchtlingen um,“ sagt Christian Kühne nach seiner Reise. „Es war so ganz anders als ich es aus Deutschland kenne, obwohl wir nur von fünf Prozent Flüchtlingsanteil sprechen.“ Dabei spielt sicherlich auch eine Rolle, dass die Flüchtlinge zum großen Teil aus dem gleichen Kulturkreis kommen und die gleiche Sprache sprechen. „Trotzdem wirkt der Umgang so viel fortschrittlicher und freier.“
Seit seiner Rückkehr ist Christian Kühne gegenüber der Lebenssituation von Flüchtlingen sensibler geworden. „Man meckert doch schnell, dass das Leben besser sein könnte.“ Er hat gesehen, woher die Flüchtlinge kommen. In Jordanien leben 40 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Wasser aus der Leitung ist nicht selbstverständlich Trinkwasser. Zähneputzen kann da zum kleinen Problem werden.

Christian Kühne hat auch die Theodor-Schneller-Schule in Amman, der Hauptstadt Jordaniens, besucht, wo Waisenkinder bis zur Ausbildung intensiv und mit ganzem Herzblut begleitet werden oder auch Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, sich um sie zu kümmern. Die Herzlichkeit der Erzieher zu sehen, hat ihn berührt.
Wer mehr über seine spannende Reise erfahren will, ist herzlich zu seinem öffentlichen Vortrag eingeladen.

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