Josias Löffler Diakoniewerk Gotha gGmbH bildet Pflegefachkräfte für die Zukunft aus.

Mit 49 Jahren wird Katja Starkloff ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau am 31. August erfolgreich abschließen. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau ist Katja Starkloff nun eine frisch examinierte Pflegefachkraft. Sie ist eine von insgesamt 27 Auszubildenden, welche derzeit eine Ausbildung in der Josias Löffler Diakoniewerk Gotha gGmbH absolvieren.
Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann verbindet theoretische Inhalte mit umfangreichen praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Pflege. Die Ausbildung erfreut sich großer Beliebtheit und bietet jungen Menschen ebenso wie beruflich Erfahrenen eine zukunftssichere Perspektive.
Katja Starkloff hat sich erst im Laufe ihres Berufslebens für die Pflege entschieden. Nach vielen Jahren als Friseurin und einer Tätigkeit als Betreuungsfachkraft für Menschen mit Demenz begann sie 2023 ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau. Besonders die ambulante Pflege hat sie dabei überzeugt. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss wurde sie als Pflegefachkraft in der Diakoniesozialstation Gotha übernommen.
Vom Friseurhandwerk in die Pflege: Katja Starkloff hat ihren Platz gefunden
Mit 49 Jahren schließt sie ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau ab und bleibt der ambulanten Pflege treu.
Als Katja Starkloff 2019 zum Arbeitsamt ging, war ihr beruflicher Weg noch völlig offen. „Ich kann nur Haare schneiden – was gibt es für Möglichkeiten?“, fragte sich die gelernte Friseurin. Heute, sieben Jahre später, ist sie examinierte Pflegefachfrau und weiß genau, wo sie hingehört: in die ambulante Pflege.
1994 hatte Starkloff ihre Ausbildung zur Friseurin begonnen. Nach drei Jahren folgte die Meisterschule, anschließend kamen die beiden Kinder. Auch danach blieb sie ihrem Beruf treu und arbeitete weiter als Friseurin. Doch irgendwann entstand der Wunsch nach einer Veränderung. Sie wollte beruflich noch einmal etwas Neues wagen.
Bei der Beratung im Arbeitsamt wurde sie gefragt, ob sie sich vorstellen könne, mit älteren Menschen zu arbeiten. „Ja“, lautete ihre Antwort. Einen persönlichen Bezug hatte sie bereits: Beide ihrer Großmütter waren an Demenz erkrankt.
Zunächst absolvierte Starkloff eine Ausbildung zur Betreuungsfachkraft für Menschen mit Demenz und arbeitete anschließend ein halbes Jahr in der Tagesbetreuung. Doch dabei merkte sie schnell, dass sie mehr wollte. „Es kam immer mehr Pflege dazu – und ich wollte auch mehr Pflege machen.“
So entschied sie sich 2023 für die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Josias Löffler Diakoniewerk Gotha gGmbH. Eine Entscheidung, die sie nicht bereut hat.
Besonders die ambulante Pflege hat sie während ihrer Ausbildung überzeugt. „Die ambulante Pflege ist voll meins“, sagt Starkloff. Sie schätzt es, zu den Menschen nach Hause zu kommen und sie in ihrer vertrauten Umgebung zu begleiten. „Es ist so familiär. Man kommt nach Hause zu den Leuten, und sie sind sehr dankbar. Manchmal sind wir sogar die Einzigen, die nach Hause kommen.“
Gerade diese persönliche Beziehung macht für sie den besonderen Reiz ihrer Arbeit aus. Sie erlebt, wie wichtig die regelmäßigen Besuche für die Menschen sind. Wenn jemand fragt: „Kommst du morgen wieder?“, berührt sie das. Auch kleine Gesten der Dankbarkeit bleiben ihr im Gedächtnis. „Wenn sie einem über die Wange streichen – das geht emotional nahe. Man merkt, wie dankbar die Menschen sind, dass wir für sie da sind.“
Und auch im Team fühlt sich Starkloff angekommen. „Ich gehe zum ersten Mal gerne arbeiten“, sagt sie. Besonders hebt sie die Zusammenarbeit und die Kommunikation auf Augenhöhe hervor. „Ich habe noch nie so ein tolles Team kennengelernt.“ Das gelte nicht nur für die Kolleginnen und Kollegen in der direkten Pflege. Auch mit den Mitarbeitenden im Büro und den Vorgesetzten erlebe sie einen wertschätzenden Umgang.
Nach ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss am 31. August ist für Katja Starkloff deshalb klar, wie es weitergeht: Sie wird als Pflegefachkraft in der Diakoniesozialstation Gotha arbeiten. „In der ambulanten Pflege möchte ich alt werden“, sagt sie.
Damit ist aus einem beruflichen Neustart eine neue berufliche Heimat geworden – und aus der Friseurin von einst eine engagierte Pflegefachfrau, die ihre Zukunft in der Arbeit mit Menschen sieht.
