
Gewaltschutz – hier finden Sie Unterstützung
In unserer täglichen Arbeit begegnen wir vielfältigen Situationen und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erfahrungen und Grenzen. Dabei kann es immer wieder zu Grenzverletzungen oder gewaltvollen Situationen kommen. Gewalt hat viele Formen – sie kann sichtbar oder leise, eindeutig oder schwer einzuordnen sein. Sie kennt kein Geschlecht, kein Alter, keinen festen Ort und keine bestimmte Zeit. Jede Person kann Gewalt erfahren oder ausüben.
Grenzverletzende Situationen fordern uns heraus. Häufig entstehen sie ungeplant, im Handeln und Reagieren auf herausfordernde Momente. Wahrnehmungen, Beobachtungen und Gefühle werden von den Beteiligten unterschiedlich erlebt und eingeordnet. Nicht immer ist sofort klar: Ab wann handelt es sich um eine schwierige Situation – und ab wann um Gewalt?
Uns ist es wichtig, für diese Fragen zu sensibilisieren und Orientierung zu geben. Gewaltschutz bedeutet für uns, genau hinzusehen, Unsicherheiten ernst zu nehmen und handlungsfähig zu bleiben. Wir möchten Mitarbeitende, Klient*innen und Angehörige ermutigen, Beobachtungen anzusprechen, Fragen zu stellen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen – ohne Angst vor Schuldzuweisungen oder Bewertungen.
Gerade Menschen in der Eingliederungshilfe sind häufig besonders verletzlich. Sie können erlebte Gewalt oder Grenzverletzungen nicht immer benennen, einordnen oder weitergeben. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, aufmerksam bleiben und Schutzräume schaffen.
Gewaltschutz verstehen wir als einen kontinuierlichen Prozess. Er lebt von Offenheit, Fachlichkeit, Reflexion und dem gemeinsamen Anspruch, die Würde, Selbstbestimmung und Sicherheit aller Menschen zu schützen.
Wenn Sie unsicher sind, Unterstützung benötigen oder eine Situation Sie beschäftigt, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Gewaltschutzbeauftragte oder an die psychologische Erstbetreuung. Sie sind nicht allein – wir sind ansprechbar und unterstützen Sie.
Alle wichtigen Informationen, Kontaktdaten und Hinweise zum weiteren Vorgehen haben wir für Sie übersichtlich in unserem Gewaltschutz-Flyer zusammengestellt.
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