Personenzentrierung

© Diakonie Gotha

GEMEINSAM ENTSCHEIDEN, GEMEINSAM GESTALTEN

Eine wesentliche Zielstellung ist die Umsetzung der Personenzentrierung. Dabei verstehen sich Mitarbeitende als Dienstleister und Assistenten für Klienten. Grundlage ist eine Betreuung, in der Freiräume für Selbstbestimmung vorhanden sind, Fähigkeiten eines jedes Einzelnen genutzt werden und die das Wohlbefinden der Leistungsberechtigten zum Ergebnis hat. In diesem Sinne möchten wir eine Unternehmenskultur etablieren, bei der diese personenzentrierte und wertschätzende Haltung dem Leistungsberechtigten gegenüber im Mittelpunkt steht.

Um diese Zielstellung zu erreichen, wurden pädagogische Fachmodelle eingeführt. Eines der Modelle ist das des Niederländers Willem Kleine Schaars (WKS), welches die Leistungsberechtigten bei deren Selbstbestimmung und eignen Lebensführung unterstützt. Die Qualifizierung der Mitarbeitenden wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Zeitraum 2017 bis 2022 finanziell unterstützt.

Ein weiteres Modell für das personenzentrierte Arbeiten ist die Entwicklungsunterstützung nach „Marte Meo“, systemisches Arbeiten und Beraten. Unter der Prämisse „Unterstützung aktivieren – Aktivierung unterstützen“ wurden die Mitarbeitenden in einer dreijährigen Qualifizierung dazu ausgebildet, mit den Leistungsberechtigten gemeinsam deren Lebensperspektiven zu erarbeiten und sie in deren Umsetzung zu unterstützen. Die Qualifizierungsmaßnahme, die von 2019 bis 2021 erfolgte, wurde finanziell aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt.

Mithilfe des Empowerments wird der Leitsatz „Gemeinsam entscheiden, gemeinsam gestalten“ in der Personenzentrierten Komplexleistung umgesetzt. „Ähm-Bauer-Ment – was ist das denn?“ – diese Frage stellte eine Klientin bei einem unserer Treffen. Eine berechtigte Frage! Der Begriff Empowerment kommt aus dem Englischen und bedeutet „Ermächtigung“. Es geht darum, eigene Stärken zu entdecken, mitzureden und mitzugestalten. Empowerment bedeutet auch, Zusammenhänge zu verstehen: Warum können bestimmte Dinge nicht umgesetzt werden? Was ist gesetzlich möglich? Wie beeinflussen Entscheidungen unseren Alltag? In den Treffen klären wir diese Fragen und lernen voneinander.

Doch Empowerment ist mehr als nur Reden – es geht ums Tun! Wer ins Schwimmbad möchte, packt sein Handtuch ein. Wer ein Picknick plant, bereitet das Essen vor. Veränderungen geschehen, wenn alle mit anpacken.

Kontakt

Jana Kössel Geschäftsbereichsleiterin Assistenz und Teilhabe
Gleicher Weg 1-10
Mechterstädt 99880
(03622) 915-200 (03622) 915-18-223 (0172) 5656 354

Die Ergebnisse des Projektes sind in Form einer Arbeitshilfe veröffentlicht worden. Link

Gefördert durch den Freistaat Thüringen
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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